GRÜNE RADTOUR 2022

01.10.22

Die Europäische Nachhaltigkeitswoche (ESDW) bündelt Aktivitäten und Veranstaltungen, die im Rahmen der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stehen.

Auch in diesem Jahr haben wir uns mit dem Fahrrad auf Entdeckungsreise durch unsere Samtgemeinde begeben, um nachhaltig wirtschaftende Betriebe und die Geschichten dahinter zu entdecken. Schwerpunkt war auch in diesem Jahr das Nachhaltigkeitsziel 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion. Auf dem Dahlhorster Hof in Mimmelage nahm uns Silke Poesthorst mit auf den „Weg der Milch“. Ihre Schafe sind nahezu das gesamte Jahr im Freiland unterwegs und kommen nur zum Melken und Schlafen in den Stall. Mit ihrem in der Schweiz erworbenen Wissen produziert sie eine Vielzahl an Weich- und Hartkäse, der regional auf Märkten und auch direkt vor Ort vermarktet wird. Die Schlachtung erfolgt ausschließlich auf Vorbestellung.

Viele von uns kennen bereits die leckeren Produkte, die auf dem Wieruper Hof entstehen. Jetzt haben uns Henrike und Jonas Schröder-Zurmühlen einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Den größten Teil des Getreides erhalten Sie direkt aus der Nachbarschaft vom Ökolandbau Hermann Maßmann und vom Biohof Brummer-Bange aus Ankum. Vor Ort wird selbst gemahlen und anschließend ohne Zusatzstoffe traditionell gebacken. Die aktuellen Herausforderungen der Energiekrise haben die beiden durch umsichtiges und vorrausschauendes Handeln zumindest abmildern können. In ihrer Backstube haben wir diskutiert, warum Erzählungen um die Produkte und ihre Erzeuger heute so wichtig sind und wie die industriellen Produzenten Begriffe und Bilder wie „Familie, Tradition, Handwerk“ kapern, um für sich zu werben.

Auf dem Hof von Hermann Maßmann schließt sich dann der Kreislauf. Wir treffen die Getreidereste wieder, die nach dem Mahlen auf dem Wieruper Hof hier an die Schweine verfüttert werden. Hermann und sein Sohn Nils führten uns auf das Feld der Gemüsegemeinschaft. Bis zu 40 Personen beteiligen sich solidarisch an der Erzeugung und ernten im Gegenzug frisches und ökologisch erzeugtes Gemüse. Die Idee dazu entstand bereits in den 1960er Jahren in Japan, wo mittlerweile jeder vierte Haushalt an einer solchen Genossenschaft beteiligt ist. Im herbstlichen Nieselregen war für uns eindrucksvoll erfahrbar, wie verhältnismäßig wenig Land es braucht, um 40 Personen satt zu bekommen, wenn man sich auf Gemüse beschränkt und sich in der Küche saisonal orientiert.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Gastgebern, dass Sie uns ihre Türen geöffnet und ihre Geschichten erzählt haben. Eure Haltung und Überzeugung war ansteckend.

Uns bleibt nur eines: #EndlichMachen

#communitysupportedagriculture, #gemuesegenossenschaft, #dieglorrreichen17

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