Stellungnahme und Pressemitteilung von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN zur Änderung des Bebauungsplanes 42 „Innenstadt“ in Quakenbrück

08.03.21 von Andreas Henemann

Wenn eine bestehende Grünfläche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Haseläufen wie am Schwarzen Weg bebaut werden soll sind viele städtebauliche relevante Einzelpunkte zu berücksichtigen. Da die vorliegende Planung diesem Anspruch bei weitem nicht gerecht wird, lehnen wir die Änderung des Bebauungsplanes 42 „Innenstadt“ ab. Die Stadtratsfraktion der Grünen hat bereits zu Beginn und mehrmals während der Planungsphase ausreichend bemessene Freiräume zu den Haseläufen, zum Schwarzen Weg und zu den Nachbargrundstücken gefordert sowie eine kompakte Bauweise mit großzügigen Grünflächen. Außerdem sollten bei der Entwurfsplanung die ortstypische und maßstäbliche Bauweise passend zum vorhandenen Gebäudekontext berücksichtigt werden. In Anbetracht der dringend erforderlichen Verbesserung des Klimaschutzes sowie einer nachhaltigen Stadtentwicklung sollten an dieser Stelle Gebäude entstehen, die sich CO2-neutral selbst mit Strom und Wärme, also durch die passive und aktive Sonnenenergienutzung versorgen, z.B. sog. Plusenergiehäuser.

Unsere Forderungen, auf die wir wiederholt und mit Nachdruck hingewiesen haben sind so gut wie gar nicht in die Planung eingeflossen. So enthält der Bebauungsplanentwurf nicht einmal ansatzweise verbindliche Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien für die Hausplanungen. Und das in der heutigen Zeit, in der Schadstoffemissionen, insbesondere durch die Beheizung unserer Gebäude, drastisch gesenkt werden müssen, um dem immer schneller voranschreitenden Klimawandel zu begegnen.

Im Ergebnis ist die städtebauliche Struktur, Einbindung in das vorhandene Quartier mit Flächengliederung des Entwurfs nicht überzeugend. Zum einen ist der Freiraum zur nördlichen Hase, zum Schwarzen Weg und zur Grünfläche „Lannemanns Hagen“ viel zu gering; diese soll aber nach einstimmigem Beschluss des Rates bekanntlich mit Revitalisierungsmaßnahmen zum Erlebnisraum Hase aufgewertet werden. Zum anderen führt die viel zu dicht an die Nachbargrundstücke geplante Bebauung inmitten der rückwärtigen Gartenzone zu einer Verschlechterung der Wohnqualität und Privatsphäre für alle Anwohner. Daher lehnt die Stadtratsfraktion der Grünen diese Planung sowie den Bebauungsplanentwurf ab. Statt die vorgesehene Planung in diesem Bereich umzusetzen sollten hierfür bessere Alternativen mit evtl. ganz anderen Nutzungskonzepten entwickelt werden.

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