Artland-Grüne im Wasserwerk Ohrte

25.05.22 von Dr. med. Maria Entrup-Henemann

Um sich über die regionale Wasserversorgung zu informieren, besichtigten die Artland-Grünen zusammen mit der Landtagskandidatin des hiesigen Wahlkreises, Sandra Weigand aus Ankum (4.v.li.), das Wasserwerk Ohrte. Dort erläuterte Ralph-Erik Schaffert, Geschäftsführer des Wasserverbandes Bersenbrück gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Peter Hömmen zunächst dessen Funktionsweise. Es können aus 6 Brunnen pro Stunde 500 m³ Rohwasser aufbereitet werden. Obwohl das natürliche Rohwasser aus den Brunnen bereits trinkbar sei, enthalte es Eisen, Kohlensäure, und Mangan. Diese Stoffe würden im Leitungsnetz zu schnellem Verschleiß führen. Daher durchlaufe das Rohwasser mehrstufige Aufbereitungsanlagen. Im Vorfilter wird durch Kiesfilter das Eisen entfernt und im Rieseler blasen Ventilatoren einen Großteil der Kohlensäure aus dem Rohwasser. Im Nachfilter wird durch Oxidation und feinen Calciumcarbonat-Kies schließlich Mangan herausgefiltert und die restliche Kohlensäure abgebunden.

Die Herkunft des Wassers stand ebenfalls in der Diskussion und im Zusammenhang mit möglicher Nitratbelastung auch die Verweilzeit des Sickerwassers in der Grundwasserüberdeckung sowie dessen geologische Eigenschaften. Auf Antrag des Wasserverbandes habe das Land Niedersachsen das Wassergewinnungsgebiet Ohrte zum Wasserschutzgebiet erklärt. Um gute Wasserqualität langfristig sicherzustellen, müssten Landwirte, Wasserbehörden und Wasserversorger eng zusammenarbeiten, auch bezüglich der Nutzung brunnennaher Ackerflächen. Außerdem ergäben sich aus dem Klimawandel künftige Herausforderungen.
Handlungsmaxime sollte nach Ansicht der Grünen eine Formulierung in der Nationalen Wasserstrategie sein:
„Wasser ist ein Menschenrecht – keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt und sorgsam behandelt werden muss“.

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