18.09.2021

Von: Annkathrin Korfhage

Woche der Nachhaltigkeit - Fahrradtour

Von selbstbestimmten Kühen, Raumordnung für Bienen und warum man im Kartoffellager schweigen sollte - Die Radtour zur Europäischen Woche der Nachhaltigkeit 2021

Agnes & Martin Asmuß in Badbergen haben auf ihrem Hof in Badbergen alle Hände voll zu tun. Aber früh morgens in den Stall zum Melken ihrer Milchkühe müssen sie nicht. Das erledigen die Kühe nämlich mit Hilfe eines Melkroboters selbst. Es bestimmt nicht der Mensch über den Zeitpunkt des Melkens, sondern das Nutztier. Eine beeindruckende Mischung von Hochtechnologie und starker Überzeugung von Milchbäuerin und Milchbauer.

Honig ist immer ein Naturprodukt. Holger Fuchs-Bodde-Gottwald produziert seinen Honig nachhaltig den Bioland-Regeln entsprechend. Das beginnt bei der Materialauswahl seiner Bienenkästen, erstreckt sich über den Ausschluss verschiedener Chemikalien bei der Behandlung der Völker und reicht bis zur Standortauswahl. Er vertreibt inzwischen seine Produkte erfolgreich fast ausschließlich über das Internet und macht sich so unabhängig von Zwischenhändlern.

Jens Röhe produziert unter anderem biologisch dynamisch Kartoffeln. Wir durften einen Blick in das automatisiert klimatisierte Lager werfen. Zuvor erklärte uns Jens, dass wir im Kartoffellager schweigen sollen. Wenn man spricht, kann man nicht riechen. Und riechen ist wichtig im Kartoffellager, damit man die "faulen Eier" schnell erkennt. Ein faules Ei ist eine Kartoffelkiste, auf der sich Wasser ansammelt, so dass die Feldfrüchte verderben.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen unseren Gastgebern, dass sie uns ihre Türen geöffnet und ihre Leidenschaft haben spüren lassen, und bei unseren interessierten radelfreudigen Teilnehmer*innen. Nachhaltige, regionale Produktion in Bio-Qualität ist ein Gewinn für die Erzeuger*innen, Verbraucher*innen und nicht zuletzt für die Nutztiere selbst.

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