02.03.2021

Von: Dr. med. Maria Entrup-Henemann

Die Grünen wollen den Innenstadtbereich durch eine Fußgängerzone aufwerten

Da die Verwaltung Schwierigkeiten bei der Umsetzung einer Fußgängerzone zur Probe aufgrund rechtlicher Vorgaben aufzeigte, haben die Grünen ihren Antrag nach Rücksprache mit dem Landkreis Osnabrück geändert bzw. ergänzt. Nunmehr soll „die Verwaltung ein Konzept für die Lange Straße entwickeln, welches den Kraftfahrzeugverkehr unter Beibehaltung des derzeitigen Status als Spielstraße einschränkt und dies für einen Probezeitraum testet. Für diesen Probezeitraum von mindestens vier Monaten soll die Lange Straße als derzeitige Spielstraße lediglich eine Einschränkung für den Kfz-Verkehr erhalten, z.B. die Durchfahrmöglichkeit auf einen Zeitraum von täglich 6 bis 10.30 Uhr beschränkt werden. Von den Einschränkungen sollten ausgenommen werden sowohl Anwohner als auch dort ansässiges Gewerbe, Lieferverkehr, Taxen, Marktbeschicker, Schwerbehinderte und selbstverständlich Rettungsfahrzeuge.“ Im Anschluss an diese Testphase sollte anhand einer Evaluierung (deren Parameter in dem zu entwickelnden Konzept festgelegt werden) mit allen Beteiligten, Betroffenen und Bürgern Vor- und Nachteile abgewogen werden, um schlussendlich eine Entscheidung treffen zu können. Aus Sicht der Grünen ist die Etablierung einer Fußgängerzone in der Langen Straße längt überfällig. Denn obwohl diese seit etlichen Jahren als Spielstraße ausgewiesen ist, wird dort viel zu schnell gefahren, was zu erheblichen Verkehrsgefährdungen von Fußgängern und Radfahrern führt. Durch die Umnutzung der Langen Straße zur Fußgängerzone, z.B. mit Baumtoren am Anfang und am Ende würden außerdem die Lärm- und Schadstoffbelastungen deutlich reduziert werden, über die sich häufig Bürger, insbesondere Gäste der Außengastronomie, beschweren. Weiterhin führen diese Maßnahmen zu einer Verbesserung der Wohnumfeld- und Aufenthaltsqualität sowie zur Belebung der Innenstadt mit entsprechenden Vorteilen für Geschäfte und Gastronomie, so Andreas Henemann. Verkehrstechnisch würde der gesamte Innenstadtbereich auch weiterhin durch die hinteren Erschließungsstraßen mit den dortigen Parkmöglichkeiten und der Querung im Bereich der Goldstraße / Lange Straße / Markt gut erreichbar bleiben. In der Langen Straße, der „guten Stube“ von Quakenbrück sollten zukünftig nicht die Kraftfahrzeuge, sondern die Fußgänger und Radfahrer dominieren.

Kategorien:Verkehr
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